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(jt) Bericht Raimund Wiesercup
2011
Die 2 Tasks vom 5.
Raimund Wiesercup wurden heuer erstmals von der Uwaldalm aus gestartet.
Das große Plateau auf 2250m bietet optimale Bedingungen, um eine
große Anzahl von Piloten sicher in die Luft zu bringen. Die 200
Höhenmeter zu Fuß, vom Ende des Forstweges auf den Startplatz,
waren für einige aber bereits eine erste Herausforderung.
Freitag 6. 5. Task 1
Die Wetterprognosen waren gut:
bis max.10 km/h Wind aus Nordwest mit Basishöhen bis nahe 4000m.
Briefing um 12.00, das Startfenster öffnete ab 12.45 und der Startzylinder
Gitschberg mit einem Radius von 38km, um 13.45. Die weitere Aufgabe: 98,5km
über Gitschberg, dann Kronplatz und Prags südlich des Pustertales,
und landen in Gsies am Landeplatz bei der Talschlusshütte. Nach dem
Start war das Steigen, trotz der bald besten Thermikzeit, etwas zyklisch
und so bildeten sich immer wieder Pulks vor dem Startplatz, die letzten
erreichten nicht mehr eine optimale Ausgangsposition vor dem Öffnen
des Startzylinders.
Während des Fluges wurden an diesem Tage die Bedingungen, auch von
Spitzenpiloten, als grenzwertig beschrieben, besonders zwischen Pfalzen
und dem Gitschberg, wo der Talwind bis weit über die vorgelagerten
flacheren Berge und Kuppen, mit über 20 km/h blies. In diesem Gebiet
und über dem Kronplatz, gab es deswegen auch jeweils eine Notschirmlandung.
Zum Glück mit nicht schwerwiegenden Folgen, ein Oberarmbruch und
leichtere Wirbelverletzungen. Den Piloten die, zur Hilfestellung einlandeten,
wurden die vom Reglement vorgesehenen Punkte zugesprochen.
Es siegte Cassetta Davide mit einer Zeit von 2h 45min, gefolgt von Oberhauser
Joachim und Gebhard Peter mit nur mit wenigen Sekunden Abstand. Der Schnitt
war mit 33 km/h schnell. 61 Piloten erreichten das Ziel, der letzte um
18.35.
Samstag 7.5. Task 2
Laut Alptherm von Austrocontrol
und gleitsegelwetter.info noch weniger Wind aus Nordost, Basis um 4000
m und es sollte Blauthermik vorherrschen. Briefing nach 12.00, das Startfenster
öffnete wieder um 12.45 und der Startzylinder, -Boje Vierschach im
Südosten an der Staatsgrenze mit einem Radius von 13 km, um 13.45.
Die Thermik nach dem Start war verlässlich, die Ablösungen und
der Wind am Startplatz selbst aber schwächer, und so hatten auch
die modernen Zweileiner weniger Startschwierigkeiten als am Vortag. Um
13.30 meldeten einige Piloten beim Warten auf den Einflug in die Speed
Section schon 4000 m.
Die weitere Aufgabe war nach Vierschach, die Chemnitzhütte 61 km
im Nordwesten, Prags, Talschluss Gsies, Pichl Kirche und landen. Der Tag
entwickelte sich traumhaft, entgegen der Prognosen mit deutlich Quellwolken,
wovon einige ab dem mittleren- späteren Nachmittag, in der Höhe
auch ausgraupelten. Um 17.00 erreichte Brandner Sepp mit einer Zeit von
3h 15min 34sek das Ende der Speed Section, 128,9 km mit einem Schnitt
von 38,7 km/h. Mehr als viele Worte sagen diese Zahlen, über die
Qualität des Tages, des Gebietes und die Leistungsfähigkeit
der neuen Schirme. Ähnliche Durchschnittsgeschwindigkeiten bei geschlossenen
Aufgaben, sind mir nicht bekannt und eher bei den Drachen üblich.
Im Minutenabstand folgten 4 weitere Österreicher: Eder Christoph,
der spätere Gesamtsieger Schalber Alex und bemerkenswert, Brandlehner
Stefan auf dem EN-D Schirm Pure von AirDesign, der neuen Marke von Stefan
Stieglair.
Von 124 Teilnehmern erreichten 73 das Ende der Speed Section und 72 den
Zielzylinder. Die Bedingungen waren sehr gut, den Steigwerten entsprechend,
aber nicht übertrieben turbulent, viele zufriedene Piloten im Ziel!
Sonntag 8.5.
Die Wetterlage hat sich markant
geändert, die Druckdifferenz zwischen Innsbruck und Bozen sollte
am Nachmittag 5 hPa erreichen, alle Prognosen sprachen von 20-30 km Nordost
auf 3000 m und durchgreifendem Föhn am Boden. Die Sache war eindeutig,
der Tag wurde abgesagt.
Um 11.00 hielt unser bewährter Speaker Michael Taschler seine Laudatio
zur Siegerehrung und unser Präsident und Meetdirector Tobi Graf (nomen
est omen, so benimmt er sich auch manchmal) übernahm die Preisverteilung.
Overall:
1. Alex Schalber AUT Ozone R10.2 1931 Pkt.
2. Joachim Oberhauser IT R10.2 1917 Pkt.
3. Christoph Eder AUT R10.2 1914 Pkt
Serien Klasse:
1. Pierandrea Patrucco IT Ozone M4 1698 Pkt.
2. Giuglielmi Vinicio IT Niviuk Peak2 1654 Pkt.
3. Brandlehner Stefan AUT AirDesign Pure 1595 Pkt.
Damen:
1. Silvia Puzzi Ferraris IT R10.2 1315 Pkt
2. Martina Centa IT Peak2 938 Pkt.
3. Gabriella Corradi IT R10.2 106 Pkt.
Unser Dank gilt allen Pilotinnen
und Piloten fürs Kommen und dabei sein, wir hoffen sie hatten eine
gute Zeit hier im Gsiesertal,
den Verletzten wünschen wir gute Besserung, und bis zum nächsten
Mal.
Mehr Fotos auf unserer Fotogalerie!
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